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Lexikon S T U V
 

Sandstein

1. Definition
Unter Sandstein versteht man ein Festgestein aus gerundeten bis kantigen Körnern, deren Durchmesser nach der DIN 4022 im Größenbereich zwischen 0,063mm und 2mm liegen. Mit dem Begriff Sand wird also ein definiertes Korngrößenintervall bezeichnet. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gesteinen ist der Sandstein nicht durch einen bestimmten Mineralbestand definiert. Als Hauptmineral wird im allgemeinen der Quarz angesehen. Die einzelnen Sandkörner, die Komponenten, können auch aus anderen Mineralien oder Gesteinsbruchstücken bestehen. Ein Sandstein, dessen Komponenten zu mehr als 90% aus Quarzkörnern bestehen, wird als Quarzsandstein bezeichnet. Führt ein Sandstein Komponenten, deren Durchmesser 2mm übersteigt, wird er als Konglomeratischer Sandstein bezeichnet (z.B. OLSBRÜCKER SANDSTEIN). Sandsteine mit Anteilen von Korngrößen unter 0,063mm oder 0,002mm werden schluffige bzw. tonige Sandsteine genannt.

1.1 Besonders bezeichnete Sandsteine
Kalksandstein bezeichnet ein Gestein aus den Hauptgemengteilen Calcit und Quarz (mindestens 50% Quarzanteil).
Grauwacke (Bergbaubegriff aus dem Harz, mindestens seit 1780) bezeichnet ein meist dunkelgrau bis braungrau gefärbtes polygenes Gestein mit Geröllen von Quarz, Kieselschiefer, Feldspat, besonders aber Zerreibungsmaterial von Tonschiefer (mindestens 50% Gesteinsbruchstücke).

" ... ja, sogar wir Deutsche, die wir sonst in dergleichen Dingen so gewissenhaft sind, haben ... die graue Wacke des Harzes, ein jüngeres Gemisch von Quarz und Schieferteilen, mit dem Granit verwechselt." J.W.v. GOETHE: Über den Granit [Handschriftliches Fragment 1784]

" Dicht am Granite kommt die Grauwacke vor, ein Name für viele Bildungen." J.W.v. GOETHE: Der Dynamismus in der Geologie [Handschriftlich, wohl um 1811]
Arkose ist eine Bezeichnung für einen meist groben Sandstein (Übergang zu den Konglomeraten!), der neben Quarz noch frische Feldspäte (mindestens 25%) und z.T. auch Glimmer führt. Sie sind ein Anzeichen geringen Transports bei der Bildung.

2. Entstehung
Sandsteine sind Ablagerungs- oder Sedimentgesteine, die aus lockerem Sand, dem Sediment, durch Verfestigung entstanden sind. Nach CORRENS versteht man unter Sedimenten "nach Transport abgelagerte Produkte mechanischer und chemischer Verwitterung". Transportmittel sind im wesentlichen Wasser, Wind und Eis. Die Ablagerung des Sandes erfolgt aufgrund der Schwerkraft durch mechanischen Absatz. Alle nach Transport mechanisch abgesetzten Komponenten eines Sandsteins werden als Detritus bezeichnet. Kennzeichnendes Merkmal aller Sedimentgesteine ist die Schichtung. Sie entsteht durch Änderung in den Sedimentationsbedingungen, z.B. der Zufuhr von stofflich unterschiedlichem Detritus oder dem Wechsel der Korngröße der sich absetzenden Substanzen.

Die in Sandsteinfolgen zu beobachtende Bankung ist auf wiederholte Sedimentationsunterbrechungen zurückzuführen. Die Entstehung von Sandsteinen ist in verschiedenartigen Ablagerungsräumen möglich. Die Ablagerung von Sanden kann in von Flußläufen durchzogenen Tiefebenen, im Mündungsbereich von Flüssen (Delta-Ebenen) sowie im Meeresbereich in unmittelbarer Nähe der Küste oder auf Untiefen erfolgen. Die Verschiedenartigkeit der genannten Ablagerungsräume mit ihren spezifischen Ablagerungsbedingungen, die in der zeitlichen Abfolge erdgeschichtlicher Vorgänge ihre unverwechselbare Ausprägung erfahren haben, führen zu unterschiedlichen Sandsteinen, die in großer Sortenvielfalt in den Handel gelangen.

3. Mineralbestand
Sandsteine können einen sehr vielfältigen Mineralbestand haben. Neben Quarz ist vor allem der Feldspat zu nennen, dessen Anteil den des Quarzes erreichen oder übertreffen kann. Sandsteine mit einem Feldspatanteil von mehr als 50% werden Feldspatsandsteine genannt. Die Benennung ergibt sich aus den Anteilen der Hauptkomponenten nach einem Dreieckschema. Tonmineralien können fein verteilt, in Form von Schlieren oder Tongallen genannten Konkretionen im Gestein vorkommen. Zum Mineralbestand eines Sandsteins gehören auch der blasse, hell glänzende Muskovit und der grüne Chlorit, beides Schichtsilikate. Insbesondere der Hellglimmer Muskovit tritt in Gestalt kleiner Schuppen auf Schichtflächen auf und verleiht diesen einen silbrigen Glanz.

Oxydische Eisenverbindungen wie Hämatit (Fe2O3) und Limonit (FeOOH) sind für die Farbe des Gesteins von Bedeutung (s.u.). Sulfidisch gebundenes Eisen in Form von Pyrit oder Markasit (FeS2) erweist als sich störende Beimengung, weil beide Mineralien unter atmosphärischen Bedingungen instabil sind und in Gegenwart von Wasser und Luftsauerstoff unter Bildung von Limonit (ausrosten!) und Schwefelsäure zerfallen. Unter dem Begriff Schwermineralien werden eine große Anzahl von Mineralien zusammengefaßt. Es handelt sich dabei um Schwermetalloxyde und silikatische Verbindungen, die der chemischen Verwitterung widerstanden und in unterschiedlichen Gehalten im Gestein vorkommen können. Häufig auftretende Schwermineralien sind: Apatit, Granat, Rutil, Turmalin, Zirkon.

4. Diagenese
Die (Quarz-)Sandkörner bilden nach ihrer Ablagerung ein Lockersediment. Die einzelnen Körner lagern sich nach Art einer Kugelpackung aneinander, so daß zwischen den Mineralkörnern ein zumeist wassergefüllter Raum verbleibt, der Porenraum. Dieser Porenraum, die Porosität, beträgt bei lockeren Sanden 30 - 50 Vol.-% (entspricht einem Wassergehalt von 20 - 30 Gew.-%). Aus einem solchen Lockersediment wird durch Diagenese ein Festgestein. Diagenese ist die Bezeichnung für die Umbildung lockerer Ablagerungen zu festen Gesteinen durch mehr oder weniger langzeitige Wirkung von Druck, Temperatur, chemischer Lösung und Abscheidung.

Der Verlauf der Diagenese und die Intensität der diagenetischen Verfestigung hängen von der mineralogischen Zusammensetzung des Lockersediments, dem Auflastdruck und den im Porenwasser gelösten Stoffe ab. Zunehmender Auflastdruck durch überlagernde Sedimente führt zunächst zu einer Kompaktion, der lockere Sand wird verdichtet und das Porenvolumen verringert. Gleichzeitig erfolgt eine Entwässerung des Sediments. Ein Teil des reichlich vorhandenen Porenwassers wird aus dem Sediment nach oben herausgepreßt. Die Kornbindung wird durch das Bindemittel bewirkt, das karbonatisch, tonig, quarzitisch (kieselig) oder eine Kombination dieser drei sein kann. Das Bindemittel wird auch als Zement, die Bindung als Zementation bezeichnet. Die Bildung des Zements erfolgt durch Ausfällung der gelösten Stoffe aus der Porenlösung. Chemische Vorgänge lassen in Verbindung mit der Verdichtung des Gefüges aus einem Lockersediment ein Festgestein entstehen. Das Bindemittel hat einen wesentlichen Einfluß auf die Festigkeit und sonstigen technischen Eigenschaften des Gesteins. Ist das Bindemittel nur spärlich vorhanden, ist das Gestein mürbe und "sandet ab". Reichlich vorhandenes Bindemittel sorgt nicht nur für einen festen Zusammenhalt der Sandkörner, sondern trägt auch zur Verkleinerung des Porenvolumens und damit zur Verringerung des Wasseraufnahmevermögens bei. Ein kieseliges Bindemittel gibt dem Sandstein die größere Festigkeit und Resistenz gegen Verwitterung. Karbonatisch zementierte Sandsteine werden als Kalksandsteine bezeichnet (z.B. BAUMBERGER KALKSANDSTEIN, UDELFANGER SANDSTEIN).

Der karbonatische Zement ist in besonderem Maße anfällig gegen chemische Verwitterung. Bei der tonigen Bindung bilden die Tonmineralien dünne Häutchen um die Sandkörner und bewirken somit die Kohäsion. Tonige Sandsteine sind häufig stark porös, neigen zum hygrischen Quellen und haben eine geringere Festigkeit und damit auch eine geringere Resistenz gegen Verwitterungseinflüsse als Sandsteine mit kieseligem Bindemittel. Die Zementation kann innerhalb dicker Sandsteinbänke von der oberen bzw. unteren Grenzfläche zur Mitte hin abnehmen. Durch einen Drucklösung genannten Prozeß kann es auch zur unmittelbaren Kornbindung kommen. Eine große Kornbindungszahl bedeutet, daß die Komponenten eng aneinandergewachsen sind und nur ein verhältnismäßig kleiner Porenraum verbleibt. Häufig tritt unmittelbare Kornbindung in Verbindung mit einem Zement auf. Selbst einzelne Werkstücke (Mauersteine, Bodenplatten) können kleinräumig wechselnde Zementation und damit unterschiedliche Porosität und Verwitterungsbeständigkeit aufweisen. "Sandlöcher" und Wabenverwitterung sind auf unterschiedliche Zementation zurückzuführen.

5. Farbe
Ein Sandstein aus reinem Quarzsand ist entsprechend der Farbe der Quarzkörner im Gesamtbild hellgrau bis weiß (z.B. BENTHEIMER SANDSTEIN). Die Färbung von Sandsteinen wird meistens von mineralischen, seltener organischen Beimengungen hervorgerufen. Insbesondere eisenhaltige Mineralien bewirken eine Färbung. Die Rotfärbung des Buntsandsteins wird durch das Eisenmineral Hämatit (Roteisenstein) bewirkt, das als dünne Häutchen die Quarzsandkörner umhüllt (z.B. DIETENHANER SANDSTEIN, ROTER WESERSANDSTEIN, SEEDORFER SANDSTEIN).

Auffällig in roten Sandsteinen sind weiße fleckenartige Bleichungszonen, deren Entstehung auf organische Bestandteile zurückzuführen ist. Durch die Zersetzung entstehen um die organischen Partikel herum sogenannte Reduktionshöfe, innerhalb derer das Gestein gebleicht wird. Innerhalb der Reduktionshöfe wird das dreiwertige Eisen in seine wasserlösliche zweiwertige Form über- und mit dem Wasser abgeführt und das Gestein somit entfärbt. Solche Bleichungszonen können einen Durchmesser von wenigen Millimetern, aber auch einigen Zentimetern erreichen. Silikatische Mineralien, die zweiwertig gebundenes Eisen enthalten wie Chlorit oder Glaukonit, verleihen dem Gestein grünliche Farbtöne (z.B. ABTSWINDER SANDSTEIN, SANDER SANDSTEIN). Gelblichbraune bis braune Färbungen beruhen auf der Anwesenheit von Limonit (Brauneisenstein), der häufig in Form von Schlieren und konzentrisch angeordneten Ringen, den Liesegangschen Fällungsringen, aber auch fein verteilt oder in kleinen Nestern im Gestein vorkommt (z.B. IBBENBÜRENER SANDSTEIN, RUHRSANDSTEIN). Tongehalte in Sandsteinen verraten sich häufig durch einen gräulichen Farbton. Organische Einschlüsse, die von Pflanzenresten stammen, erzeugen schwarze bis schwarzbraune Flitter, Überzüge oder Häutchen.

6. Eigenschaften
Sandstein besitzt die typischen Eigenschaften eines Sedimentgesteins. Im Gegensatz zu magmatischen Gesteinen zeigen Sedimentgesteine aufgrund ihrer Schichtung richtungsabhängige mechanische Eigenschaften. So sind die Druck- und die Biegefestigkeit im allgemeinen bei einer Krafteinwirkung senkrecht zur Schichtung (gegen das Lager) größer als bei einer Krafteinwirkung parallel zur Schichtung (mit dem Lager). Bei der Verwendung und beim Einbau von Sandsteinen mit ausgeprägter Schichtung sollte deshalb dieses Gefügemerkmal bei der Orientierung der Werkstücke berücksichtigt werden.

Sandstein steht in dem Ruf eine geringe Verfestigung und ein großes Porenvolumen und damit verbunden eine hohe Wasseraufnahmekapazität und eine geringe Verwitterungsbeständigkeit zu haben. Das trifft für nicht wenige Sorten tatsächlich zu und schränkt ihre Verwendungs-möglichkeiten sowohl im Außen- als auch im Innenbereich bisweilen ein. Infolge der unterschiedlichen Ausbildung der verschiedenen Sandsteine stehen Materialien zur Verfügung, die aufgrund starker diagenetischer Verfestigung und Zementation auch hohen Qualitätsansprüchen genügen und bedenkenlos verwendet werden können. Quarzsandsteine und feldspatführende Sandsteine mit quarzitischem Zement oder unmittelbarer Kornbindung mit großer Kornbindungszahl sind in hohem Maße gegen Verwitterungseinflüsse beständig und verfügen über eine große chemische Resistenz.

7. Vorkommen und Sorten

Deutsche Sorten (Auswahl): Abtswind, Buch, Burgpreppach, Gemünda, Sand (Unterfranken); Kersch/Udelfangen, Medard, Schweinstal/Krickenbach, Roter Eifeler Sandstein (Rheinland-Pfalz); Ibbenbüren, Ruhrsandstein (Westfalen); Lindlar (Rheinland); Heilbronn, Maulbronn, Pfrondorf, Seedorf (Württemberg); Bentheim, Obernkirchen, Velpke, Roter Wesersandstein (Niedersachsen); Friedewald (Hessen); Seeberg, Tambach (Thüringen); Cotta, Posta, Reinhardtsdorf (Sachsen); Nebra, Ummendorf (Sachsen-Anhalt).

Ausländische Sorten (Auswahl): Greti (Bulgarien); Vogesensandstein (Frankreich); Barauli, Dolphur, Kota, Mint (Indien, Bundesstaat Rajasthan); Pietra Serena, Pietra Dorata, Santafiora (Italien); Hockenau, Rackwitz, Sirkwitz, Warthau, Wünschelburg (Polen, Schlesien); Buchberg, Guntliweid, Rorschach (Schweiz); Golden Stone (Südafrika).

 

Säulen

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Basalt ist ein junges Ergußgestein (Vulkanit) und das Gegenstück zum Tiefengestein Gabbro. Seine Bestandteile sind Feldspat (Plagioklas) und Augit.
Die Familie der Basalte machen ca. 80% der Ergussgesteine der Erde aus. Die Struktur ist dicht, porig bis blasig und die Farbe meist grau schwarz, selten jedoch durch Oxidation braun oder rötlich. Basalt fließt gut aus und bildet dünne Lager. Durch das Missverhältnis zwischen Masse und Oberfläche, z.B. Rechteck, und den kurzen Kristallationsintervallen entstehen bei Deckenergüssen meist sechskantige Säulen (Säulenbasalt).

 

Schuppenbogenpflaster

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Schuppenbogenpflaster wirkt durch die Wiederholung der Schuppen in sich bereits dekorativ. Diese Verlegungsart ist ein Ornamentpflaster, das sich für Terrassen eignet, auch in Kombination mit anderen Pflasterarten.
Das zugrundeliegende Konstruktionselement ist der Halbkreis. Die Form der Schuppen ergibt sich dadurch, das mutig auf zwei Bleichgroße, nebeneinanderliegende Halbkreise ein weiterer Halbkreis mit gleichem Radius gesetzt wird. Die Schuppen werden in Bögen ausgepflastert.
Wie beim Segmentpflaster ist die Bogenbreite abhängig von der Breite der Terrasse, des Weges oder Platzes und der Steingröße. Grundsätzlich sind Klein und Mosaiksteine am besten geeignet. Großsteine sind viel zu unhandlich und großformatig und widerstreben der feinen Art des Musters. Es gilt je größer der Pflasterstein, um so breiter der Bogen. Schuppenpflaster ist in der Verarbeitung aufwendig und verlangt viel Vorarbeit. Es muss nicht nur die Richtung der Schuppen bestimmt werden, sondern auch die Anzahl der vollen Schuppen, der Ansatzpunkt des Musters, das heißt, ob von der Mitte oder von der Basislinie begonnen wird. Einen Teil oder verkürzte Schuppen am Rande der Fläche anzuschließen, ist nicht sinnvoll.
Die Einteilung der Fläche muss deshalb vor Beginn der Arbeit festliegen. Die Schmuckwirkung kann noch gesteigert werden durch die Verwendung von unterschiedlichen Farben, etwa beim sogenannten Linienmuster, wo die äußere Steinreihe der Schuppen in einer anderen Farbe verlegt wird.

Für das Ansetzen des Mosaikpflasters in Schuppenform sollte eine Lehre ( Schablone aus Holz ) benutzt werden.
Die einzelnen Bögen werden immer auf dem Scheitelpunkt des vorhergehenden begonnen, dadurch entsteht die fächerförmige Musterung.

 

Segmentbogenpflaster

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Das Segmentbogenpflaster ist eine gängige Verlegungsart für Plätze und Straßen, kann aber auch im Garten sehr wirkungsvoll eingesetzt werden. Das Konstruktionselement ist ein Kreissegment (Viertelkreis) mit einem Mittelpunktswinkel von 90 Grad. Sehne und Stich des Bogens sind von der Wegbreite, Terrassen- und Platzgröße und der Steingröße abhängig. Der Pflasterer oder ausführende Architekt wird dies für jede Situation errechnen. Am Rand der Fläche wird mit einem halben Segment angefangen und mit einem halben Segment aufgehört. Üblicherweise in Kleinstein ausgeführt, eignen sich auch Mosaiksteine für diese Verlegungsart. Bedingt durch die Steingröße ist die Belastung der Fläche auf PKW/leichter LKW-Verkehr beschränkt.

Die Breite der zu pflasternden Fläche wird so eingeteilt, dass an beiden Seiten nur ein Halbbogen angesetzt wird.
Das Stichmaß des Bogens beträgt 1/5 der Sehne + 1 cm.
Die Sehnenlänge richtet sich nach dem Steinformat. Steigt eine Pflasterfläche an, so sollen die Bogenscheitel in der Richtung der Steigung liegen.
Die Schubwirkung von Antriebsrädern nach rückwärts wird auf diese Weise von den Bögen aufgefangen und die Steine verändern ihre Lage nicht. Jeder Bogen benötigt Steine verschiedener Größe.

 

Serpentinit

(serpens, lat. = Schlange)
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Serpentinite sind massige, mitunter auch schiefrig ausgebildete, dichte Metabasite aus Serpentinmineralien (Lizardit, Antigorit, Chrysotil). Nicht selten treten Mineralien aus dem vorangegangenen Peridotitstadium wie Olivin, pyropreicher Granat, Bronzit oder diopsidreicher Pyroxen auf. Rotfärbung wird durch Hämatit hervorgerufen.

Farbe: schwarzblau, grünlich, bräunlich, rotbraun.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 140 - 250 N/mm²
Biegezugfestigkeit
Wasseraufnahme 0,1 - 0,7 Gew.-%
Rohdichte 2,6 - 2,8 g/cm³
Schleifabnutzung 8 - 18 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Besonderheiten: Hervorgerufen durch die Hydratation des Serpentin neigen Serpentinite beim Verlegen zum "Schüsseln". Serpentinite sind nicht säurebeständig und gegen Verwitterungseinflüsse empfindlich, so daß eine Verwendung im Außenbereich nicht zu empfehlen ist.

Deutsche Vorkommen: Zöblitz (Erzgebirge).
Ausländische Sorten (Auswahl): Verde Alpi, Levanto Rosso (Italien); Tinos, Verde Orientale (Griechenland); Verde Serrano (Kuba); Verde Guatemala (Indien, Bundesstaat Rajasthan); Lilleberg (Norwegen); Tauerngrün (Österreich).
Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen.
 

Silikatmarmor (Kalksilikatgesteine)

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Kalksilikatgesteine (Silikatmarmore) sind metamorphe Gesteine, die neben Calcit silikatische Mineralien wie Glimmer (Fuchsit, Phlogopit), Granat (z. B. Grossular), Klinopyroxen, Quarz, Tremolit, Vesuvian oder Wollastonit enthalten. Gelegentlich kommt auch Dolomit hinzu. Das Gefüge ist sehr unterschiedlich ausgebildet. Es kann richtungslos bis schlierig-flaserig und dicht bis körnig-kristallin sein. Silikatmarmore sind aus tonigen oder sandigen Kalksteinen durch großräumige Regionalmetamorphose entstanden. Der Silikatanteil kann aber auch durch magmatische Beeinflussung (Kontaktmetasomatose) zugeführt worden sein.

Farbe: weiß, gräulich, gelblich, grünlich.

Technische Werte *:
Druckfestigkeit N/mm²
Biegezugfestigkeit N/mm²
Wasseraufnahme Gew.-%
Rohdichte g/cm³
Schleifabnutzung cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Ausländische Sorten (Auswahl):
Lapponia Green (Finnland); Cipollono (Italien)
Verwendung: Innenarchitektur.
 

Spaltrau

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Die Oberfläche des Materials ist uneben, der Fachmann sagt "spaltrauh".
Durch das Abspalten entstehen unterschiedliche Oberflächen. Kein Stück gleicht dem anderen. Jedes Stück ist also ein Unikat. Die natürlichen Unebenheiten und Strukturschwankungen von plus/minus einigen Millimetern bei spaltrauhem Material wie bei einigen Schiefern oder Quarziten oder von plus/minus einigen Zentimetern bei spaltrauhem Material von Graniten charakterisieren die Echtheit des Natursteins
 

Steinwall

 
So ist es genau abzuwägen, ob aus rein ökologischen Gründen ein so prägnantes Element wie eine freistehende Trockenmauer oder ein Trockenmauerwall angelegt wird. Wenn man sich dafür entscheidet, sollte man dies auf jeden Fall in einem funktionalen oder gestalterischen Kontext tun, z.B.
· als Umfassung der Terrasse,
· als Kräuterbeet (`Kräuterspirale´ - siehe dort) in der Nähe der Gemüse-Anbauflächen oder
· bezüglich der Herstellung einer freistehenden Trockenmauer gelten im Großen und Ganzen die Regeln für eine Trockenmauer als Stützmauer. Ein Trockenmauerwall wird hingegen nach etwas anderen Grundsätzen aufgebaut:
Ein ausgeprägtes Fundament ist nicht notwendig, da der Wall keine statische Funktion übernimmt. Es genügt, wenn man den Oberboden abträgt und ein einigermaßen ebenes, grob verdichtetes Planum herstellt. Der Wall hat eine Seitenneigung von 0,5:1 bis 1:1 - eine ausreichende Breite von wenigstens 1,0m, besser 1,5 bis 2,0m ist deshalb notwendig. Die Seiten werden aus plattigem Steinmaterial wie obenbeschrieben geschichtet. Der Kern besteht aus Bauschutt oder Schotter, evtl. kann auch ein geringer Prozentsatz Oberboden miteingearbeitet werden. Eine gute Drainwirkung ist wichtig. Das Material wird lagenweise eingebaut und leicht verdichtet.

 

Stellstufen

Stellstufen eignen sich nur zur Überbrückung geringer Höhenunterschiede mit höchstens zwei bis drei Stufen. Sind mehr Stufen notwendig, muss man ein oder mehrere Podeste einplanen. Stellstufen werden zu mindestens in der verdichteten Tragschicht eingebunden und sollten deshalb wenigstens 25 cm hoch sein. Die schmale, aufrechte Einbauweise erhöht zwar die Kippgefahr, ermöglicht es aber, den Wegebelag z. B. mit Steinpflaster, auf der Treppe fortzuführen. Durch Einsetzen in 10 cm Beton B 15 mit Rückenstützen erhalten sie eine dauerhafte Standfestigkeit.
 

Syenit

(n. Syene, heute Assuan, in Ägypte)
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Syenite sind mesotype, mittel- bis grobkörnige Tiefengesteine bestehend aus den Hauptgemengteilen Alkalifeldspat (Orthoklas) 50 - 90 % und Amphibol < 20 %.
Untergeordnet treten auch Plagioklas, Pyroxen, Biotit und Quarz (stets weniger als 5%) auf, mitunter auch Foide (Nephelin). Nebengemengteile sind Magnetit, Apatit, Zirkon und besonders Titanit.

Farbe: grau bis dunkelgrau, graurot, rot, bräunlichgrau, grünlichgrau.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 160 - 240 N/mm²
Biegezugfestigkeit 10 - 20 N/mm²
Wasseraufnahme 0,2 - 0,5 Gew.-%
Rohdichte 2,6 - 2,8 g/cm³
Schleifabnutzung 5 - 8 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Ausländische Sorten (Auswahl): Marrom Gaucho, Verde Tunas (Brasilien); Yanshan Green, Yanshan Blue (China, Provinz Hebei); Fox Brown (Finnland); Coraille (Frankreich); Kurdestan Green (Iran); Kardinal Rot (Republik Südafrika).
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.
 

Talkschiefer (Speckstein)

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Talkschiefer bestehen überwiegend aus dem sehr weichen, fettig anzufühlenden Mineral Talk (vom arab. talq und mittelalterl. talcus). Dieses wasserhaltige Magnesium-Hydrosilikat Mg6(OH)4[Si8O20] ist ein metamorph-metasomatisches Umwandlungsprodukt magnesiumreicher Mineralien wie Olivin, Pyroxen oder Amphibol. Massig-dichter Talk wird auch als Speck- oder Seifenstein bezeichnet. Speckstein ist sehr weich und läßt sich leicht mechanisch bearbeiten. Er ist in Säuren unlöslich.

Farbe: grün, grau, gelblich, silberweiß.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit N/mm²
Biegezugfestigkeit N/mm²
Wasseraufnahme Gew.-%
Rohdichte 2,7 g/cm³
Schleifabnutzung cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen:
Zöblitz / Erzgebirge, Göpfersgrün bei Wunsiedel / Fichtelgebirge
Ausländische Vorkommen: Ägypten, Brasilien, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich, Rußland, Südafrika (Transvaal).
Ausländische Sorten: Green Mountain (Brasilien).
Verwendung: wird gemahlen in der Industrie als Talkum bezeichnet; Verwendung in der Glas-, Farben- und Papierindustrie, dient als Schmiermittel und als Grundstoff für Kosmetika und in der Industriekeramik, Herstellung von Kleinskulpturen.
 

Tephrit

(téphra, griech. = Asche)
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Tephrite sind dunkle, dichte bis poröse Ergußgesteine mit den Hauptgemengteilen
Plagioklas (An 50 - 70), Foide (Leucit, Nephelin), Pyroxen und Amphibol.

Farbe: rotbraun bis schwarzgrau.

Technische Werte (für "Basaltlava")*:
Druckfestigkeit 80 - 150 N/mm²
Biegezugfestigkeit 8 - 12 N/mm²
Wasseraufnahme 4 - 10 Gew.-%
Rohdichte 2,2 - 2,4 g/cm³
Schleifabnutzung 12 - 15 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Eifel, Lausitz, Westerwald, Vogelsberg, Rhön.
Deutsche Sorten: Mayen, Mendig (Eifel); Londorf (Hessen).
Ausländische Sorten (Auswahl): Basaltina (Italien).
Verwendung: Bodenbeläge, Blockstufen, Fassadenplatten.
 

Tholeiitbasalt

(n.d. Ortschaft Tholey i. Saarland)
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Tholeiitbasalt (Tholeiit, Feldspatbasalt) ist ein dichtes, dunkles, basisches Ergußgestein. Hauptgemengteile sind Plagioklas (Ca-reich, An > 50) und Augit. Als Einsprenglinge können Plagioklas (An 70-95) und Pyroxen auftreten. Weitere Gemengteile sind Olivin und Erz-mineralien. Basalte sind häufig säulig ausgebildet. Die Basaltsäulen stehen meist senkrecht zur Abkühlungsfläche, also in einem Lavastrom senkrecht, in einer Kuppe meilerförmig und in einem Gang liegen sie waagerecht.

Farbe: dunkelgrau bis schwarz.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 250 - 400 N/mm²
Biegezugfestigkeit 15 - 25 N/mm²
Wasseraufnahme 0,1 - 0,3 Gew.-%
Rohdichte 2,9 - 3,0 g/cm³
Schleifabnutzung 5 - 8 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Lausitz, Nordpfälzer Bergland, Westerwald, Siebengebirge, Vogelsberg.
Ausländische Sorten (Auswahl): Basalto Columnare (Italien, Sardinien)
Verwendung: Pflastersteine.
 

Tonschiefer

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Tonschiefer entsteht aus Tonstein oder Schieferton bei geringen Metamorphosegraden. Als Schieferung bezeichnet man engständige, ebene, parallele, durch gerichteten Druck erzeugte Trennflächen im Gestein. Schieferungsflächen stehen stets senkrecht zur Druckrichtung. Liegen Schicht- und Schieferungsflächen parallel zueinander, wird das Gestein als Dachschiefer bezeichnet.

Der Mineralbestand umfaßt neben Tonmineralien auch Quarz und farbgebende Mineralien wie Chlorit (grün), Hämatit (rot) oder Bitumina (schwarz). Die Schieferungsflächen bituminöser Tonschiefer sind hydrophob (wasserabweisend). Die maximale Biegezugfestigkeit wird bei senkrecht zu den Schieferungsflächen einwirkender Drucklast gemessen.

Farbe: dunkelgrau bis schwarz, rot, grün, Schieferungsflächen manchmal bunt angelaufen.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit N/mm²
Biegezugfestigkeit 50 - 80 N/mm²
Wasseraufnahme 0,5 - 0,6 Gew.-%
Rohdichte 2,7 - 2,8 g/cm³

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Besonderheiten: Die Spaltflächen (Schieferungsflächen) bituminöser Tonschiefer sind hydrophop (wasserabweisend), so daß bei der Verlegung die Verwendung einer Haftbrücke notwendig ist. Schwarze, durch Bitumina gefärbte Tonschiefer bleichen aus.
Deutsche Vorkommen: Eifel, Frankenwald, Harz, Hunsrück, Thüringisches Schiefergebirge.
Deutsche Sorten: Mayen [Moselschiefer] (Eifel); Bundenbach (Hunsrück); Lotharheil (Frankenwald); Fredeburg (Sauerland); Schmiedebach, Unterloquitz (Thüringen).
Ausländische Sorten (Auswahl): Portoschiefer (Portugal); Peacock, Fevi, Indischer Buntschiefer (Indien); Mazista (Südafrika); New York Red, Vermont Bunt (USA).
Verwendung: Dachbedeckungen, Wandbekleidungen, Bodenbeläge.
 

Tonstein

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Tonstein ist ein pelitisches Sedimentgestein (Korngröße kleiner 0,002mm) und besteht überwiegend aus Tonmineralien (z.B. Montmorillonit, Illit). Weitere Gemengteile sind Quarz und Feldspat und Karbonate. Beimengungen von Limonit, Hämatit, Chlorit und organischen Kohlenstoffverbindungen (Bitumina) sind farbbestimmend. Fein geschichteter und parallel zu den Schichtflächen spaltender Tonstein wird als "Schieferton" bezeichnet. Stark bituminöse Tonsteine werden "Ölschiefer" genannt.

Farbe: hell- bis dunkelgrau, schwarz, rot, grün.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit N/mm²
Biegezugfestigkeit N/mm²
Wasseraufnahme Gew.-%
Rohdichte g/cm³
Schleifabnutzung cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen (Auswahl): Messel b. Darmstadt (Hessen); Holzmaden, Ohmden (Schwaben); Westfalen und in v.a. deutschen Landschaften.
Deutsche Sorten: Holzmadener Posidonienschiefer.
Verwendung: Wandbekleidungen, Bodenbeläge, Tischplatten, Tonsteine aus quellfähigen Tonmineralien (Montmorillonit) finden Verwendung in der Ziegel- und keramischen Industrie.
 

Trachytt

(trachýs, griech. = rauh)
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Trachyt ist das geologisch junge Ergußäquivalent des Syenit mit typischer porphyrischer Struktur. In einer oft porösen und daher rauhen Grundmasse liegen Kristalle von Sanidin (Alkalifeldspat) und Na-reichem Plagioklas (Oligoklas), daneben schwarze prismatische Hornblende oder Biotit, seltener Augit.

Farbe: hellgrau bis rötlich.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 180 - 300 N/mm²
Biegezugfestigkeit 15 - 20 N/mm²
Wasseraufnahme 0,2 - 0,7 Gew.-%
Rohdichte 2,5 - 2,8 g/cm³
Schleifabnutzung 5 - 8 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Siebengebirge, Westerwald.
Deutsche Sorten: Selters, Weidenhahn (Westerwald).
Ausländische Sorten: Trachite Euganei Grigio (Italien, Prov. Padua).
Verwendung: Bodenbeläge, Fassadenplatten, Massivarbeiten, Mauersteine

Travertin

(v. lt. "lapis Tiburtinus")
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Travertin ist eine in hohem Maße poröse bis offenporige Varietät des Sinterkalksteins, der auf organischem oder anorganischem Wege an Quellaustritten kalkgesättigten Wassers ausgefällt wird. Meist sind es geologisch junge Süßwasserablagerung. Dichter Sinterkalkstein, der als rein anorganische Ausfällung an heißen Quellaustritten entsteht, wird als "Onyx" bezeichnet.

Farbe: weiß, gelblich, bräunlich, rötlich.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 20 - 60 N/mm²
Biegezugfestigkeit 4 - 10 N/mm²
Wasseraufnahme 2 - 5 Gew.-%
Rohdichte 2,4 - 2,5 g/cm³

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Thüringen, Westfalen, Württemberg.
Deutsche Sorten (Auswahl): Bad Langensalza, Burgtonna, Ehringsdorf (Thüringen); Bad Cannstadt (Baden-Württemberg).
Ausländische Sorten (Auswahl): Rosso Täbris (Iran); Travertino Romano, Travertino Classico, Travertino Ascolano (Italien); Deva (Rumanien); Ömerköy (Türkei).
Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Mauersteine.
 

Trockenmauerwall

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Eine Trockenmauer kann alternativ als freistehende Trockenmauer, oder - in der technisch einfacheren Form - als Trockenmauerwall gebaut werden. Eine solche Mauer oder ein solcher Wall sind auch auf einer völlig ebenen Parzelle möglich, allerdings sind sie optisch sehr viel schwieriger in das Gartenbild zu integrieren als eine Trockenmauer, die für die Abstützung des Geländes benötigt wird.


 

Trockenmauern + Trockenbiotope

Die Trockenbiotope sind aufgrund der Siedlungs- und Bautätigkeit des Menschen nach wie vor auf dem Rückzug. Viele Tier- und Pflanzenarten der trockenen Standorte finden sich inzwischen auf den "Roten Listen" der ausgestorbenen oder vom Aussterben bedrohten Arten.
Trockenbiotope eignen sich für den Privat- und Kleingartenbereich besonders gut: sie sind mit einem relativ geringen Flächenbedarf herzustellen und brauchen weniger Pflege als Wasserflächen.
Eine Trockenmauer hat nicht nur einen hohen ökologischen und ästhetischen Wert, sie kann (und soll) auch ganz konkrete, praktische Funktionen im Garten ausüben: wer ein hängiges Grundstück besitzt und Stützwände zur Herstellung ebener, für die Bewirtschaftung gut nutzbarer Flächen errichten muss, sollte anstelle von Betonmauern oder von Schichtmauerwerken mit Mörtelfugen eine Trockenmauer wählen.
Detail einer Trockenmauer
Folgende Grundregeln sollten dabei eingehalten werden:
· Eine Ausrichtung nach Süden oder Südwesten ist am besten, um den an diesen Standort angepassten Pflanzen und Tieren die benötigten warmen und trockenen Standorte anzubieten.
· Als Baumaterial eignen sich am besten Sediment- oder Schichtgesteine wie Kalk (Crema Romano) Schiefer, Grauwacke oder Sandstein. Aber auch Hartgesteine wie Granit, Porphyr oder Basalt lassen sich bei entsprechender (allerdings sehr aufwendiger) Bearbeitung verwenden. Es ergeben sich sehr schöne Mauerbilder, wenn man verschiedene Gesteinsarten, am besten als gebrauchtes Material, miteinander kombiniert. Letztere Methode kann für den naturnahen Garten im Sinne eines Material-Recyclings besonders empfohlen werden - allerdings ist hierfür schon ein gewisses Geschick und ein gutes Auge für Proportionen notwendig.
· Das Verhältnis von Mauerfuß zu Mauerhöhe sollte etwa 1/3 betragen. Die Fußbreite sollte 30cm nicht unterschreiten.
· Die Steine werden ohne Mörtel mit einer leichten Neigung nach innen bzw. hinten aufeinandergesetzt; wobei eine Nachbearbeitung des gelieferten Materials vor Ort mit einem Hammer unerlässlich ist. Die Neigung - der sogenannte Anlauf - beträgt je nach Höhe der Mauer 1:6 bis 1:4. Die Steine werden immer lagerhaft, d.h. mit der längeren Seite nach unten und niemals hochkant gesetzt. Ca. 1/3 der Steine, die sogenannten Binder, laufen als stabilisierende Element durch die gesamte Mauerbreite hindurch.
· Die Fugen werden möglichst eng gehalten und mit kleinen Steinen ausgezwickelt. Sie dürfen in senkrechter Richtung nicht durchlaufen. Alle Hohlräume und Fugen, auch die der Rückwand der Mauer, werden während des Aufbaus sorgfältig mit lehmig-sandiger Erde ohne großen Humusanteil gefüllt. Wenn möglich, sollte man beim Aufbau wenigstens die langwurzeligen Arten wie Alyssum oder Gypsophila gleich mit einsetzen. Um das Ausschwemmen der Erde zu verhindern, sollten `Taschen´ ausgebildet werden, d.h. der untenliegende Stein wird mit starker Neigung nach innen (1:3 bis 1:1) gesetzt.
· Ein Fundament ist für Mauern ab einer Höhe von ca. 40 bis 50cm notwendig. Es wird bei stabilem Baugrund aus einem Splitt-Schottergemisch 0/45 oder 0/32, bei instabilem Untergrund aus Beton B15 hergestellt. Das Mauerwerk sollte dabei mindestens 10 bis 20cm in den Boden eingebunden sein.
· Eine Hinterfütterung der Mauer mit einer wasserdurchlässigen Dränschicht (z.B. Splitt-Schotter 8/32), evt. auch zusätzliche Schichten wie ein Geotextil zwischen anschließendem Gelände und dem Dränkörper sind zu empfehlen. Sie sichern eine lange Lebenszeit und eine optimale Funktionsfähigkeit der Trockenmauer.
·
Neben der praktischen Funktion der Geländeabstützung erfüllt eine Trockenmauer auch einige wichtige ökologische Funktionen. Da sie viele Gemeinsamkeiten mit natürlichen Felsstandorten aufweist, bietet sie an der sonnenbeschienen Südseite zahlreichen wärme- und trockenheitsliebenden Pflanzen und Tieren Lebensraum, z.B. diversen Insektenarten ( Grabwespen, Wildbienen ), Reptilien, Amphibien, Spinnen, Vögeln, Kräutern wie Basilikum, Oregano, Anis und Lavendel, aber auch vielen Gräsern, Wildstauden und Steingartenpflanzen.

Tuffstein

(tofus, lat. = Tuff)
Tuffstein ist ein verfestigtes vulkanisches Auswurfsprodukt mit stark variierenden Korngrößen und unterschiedlicher mineralischer Zusammensetzung. Nach der Zugehörigkeit zu den jeweiligen Vulkaniten werden z.B. Andesittuffe, Basalttuffe, Diabastuffe, Phonolithtuffe, Rhyolithtuffe, Trachyttuffe usw. unterschieden.

Farbe: gräulich, gelblich, rötlich, violett.

Technische Werte *:
Druckfestigkeit 20 - 30 N/mm²
Biegezugfestigkeit 2 - 6 N/mm²
Wasseraufnahme 6 - 15 Gew.-%
Rohdichte 1,8 - 2,0 g/cm³

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Eifel, Sachsen.
Deutsche Sorten: Ettringen, Weibern, Kruft (Eifel); Rochlitz (Nordsachsen).
Ausländische Sorten: Viola Diaz (Argentinien); Peperino Soriana (Italien); Ay-Rose Tuffstein (Türkei).
Verwendung: Fassadenplatten, Massivarbeiten.
 

Syenit

(n. Syene, heute Assuan, in Ägypte)
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Syenite sind mesotype, mittel- bis grobkörnige Tiefengesteine bestehend aus den Hauptgemengteilen Alkalifeldspat (Orthoklas) 50 - 90 % und Amphibol < 20 %.
Untergeordnet treten auch Plagioklas, Pyroxen, Biotit und Quarz (stets weniger als 5%) auf, mitunter auch Foide (Nephelin). Nebengemengteile sind Magnetit, Apatit, Zirkon und besonders Titanit.

Farbe: grau bis dunkelgrau, graurot, rot, bräunlichgrau, grünlichgrau.

Technische Werte*:
Druckfestigkeit 160 - 240 N/mm²
Biegezugfestigkeit 10 - 20 N/mm²
Wasseraufnahme 0,2 - 0,5 Gew.-%
Rohdichte 2,6 - 2,8 g/cm³
Schleifabnutzung 5 - 8 cm³/50cm²

* Die genannten "Technischen Werte" sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Ausländische Sorten (Auswahl): Marrom Gaucho, Verde Tunas (Brasilien); Yanshan Green, Yanshan Blue (China, Provinz Hebei); Fox Brown (Finnland); Coraille (Frankreich); Kurdestan Green (Iran); Kardinal Rot (Republik Südafrika).
Verwendung: Bodenbeläge aller Art, Wandbekleidungen, Massivarbeiten, Pflastersteine.
 
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