Was sind Bomben?

Eine Lavabombe ist ein bei einem Vulkanausbruch herausgeschleuderter Pyroklast, mit einem Durchmesser von mehr als 64 mm. Er besitzt gerundete Formen; die äußere Form und die Oberfläche weisen Anzeichen dafür auf, dass der Pyroklast während der Entstehung und des Transports geschmolzen war. In der älteren Literatur gilt jeder auf einer ballistischen Bahn herausgeschleuderte Pyroklast als Bombe. In der neueren Literatur werden dagegen eckige Pyroklasten dieser Größenklasse als vulkanische Blöcke bezeichnet. Pyroklastische Gesteine, die zu mehr als 75 % aus vulkanischen Bomben bestehen, werden Vulkanische Agglomerate genannt.

Vulkanische Bomben treten bei nahezu allen Vulkanausbrüchen auf. Beispiel sind etwa die Vulkangebiete Islands oder die Vulkangebiete Italiens. Auf der italienischen Vulkaninsel Vulcano am Gipfel der Fossa können eine Vielzahl vulkanischer Bomben gefunden werden.

In Deutschland sind vulkanische Bomben zum Beispiel häufig in der Umgebung des Laacher Sees sowie anderer Ausbruchszentren der Vulkaneifel anzutreffen. Ein besonders großes Exemplar einer vulkanischen Bombe ist in Strohn ausgestellt (s. Foto).