Was ist Diabas?

Als Diabas (Gestein des Jahres 2017) bezeichnet man im deutschen Sprachgebrauch geologische alte, meist variszische, anchimetamorphe, vergrünte Ergußgesteine ursprünglich tholeiitbasaltischer Zusammensetzung. Das Vergrünen durch Anchimetamorphose (Vorstufe zur Metamorphose) geht auf die Bildung von Chlorit aus Augit, Epidotbildung in den Feldspäten und sekundäre Hornblendebildung aus den Augiten zurück. Aus Plagioklas bildet sich außerdem Calcit.

Diabase sind dicht bis mittelkörnig. Durch Feldspateinsprenglinge erhält das Gestein bisweilen ein porphyrisches Gefüge. Grobkörnige Varietäten haben häufig ein charakteristisches Gefüge aus sperrig angeordneten Feldspatleisten, das als ophitisches oder intersertales Gefüge bezeichnet wird.

In der älteren Literatur wird der Begriff “Grünstein” häufig als Bezeichnung für Diabase verwendet. Diabase und Melaphyre werden zusammengefaßt als Paläobasalte bezeichnet.

Warum basisches Gestein?

Ein basisches Gestein ist ein magmatisches Gestein mit einem SiO2-Gehalt zwischen 45 und 52 Gewichtsprozent. Ein Gestein mit niedrigerem SiO2-Gehalt wird ultrabasisches Gestein, eines mit höherem Gehalt intermediäres (52 bis 63 %) oder saures Gestein (mehr als 63 %) genannt.

Farbe: dunkelgrün bis schwarzgrün.

Was sind die technischen Werte* des Diabas?

Druckfestigkeit 180 – 250 N/mm²
Biegezugfestigkeit 15 – 25 N/mm²
Wasseraufnahme 0,1 – 0,4 Gew.-%
Rohdichte 2,8 – 2,9 g/cm³
Schleifabnutzung 5 – 8 cm³/50cm²

* Die genannten “Technischen Werte” sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Deutsche Vorkommen: Harz, Lahn-Gebiet, Sauerland (wird zur Schotter- und Splittgewinnung gebrochen), Waldeck, Westerwald, Thüringer Schiefergebirge, Vogtland.

Deutsche Sorten: Hessisch-Neugrün (Westerwald).

Ausländische Sorten (Auswahl): Verde India (Indien); Gemlik, Tokat (Türkei).

Verwendung: Bodenbeläge, Fassadenplatten.