Was ist Gneis?

Gneise sind mittel- bis grobkörnige Metamorphite mit ausgeprägtem Parallelgefüge (lagige Textur). Hauptgemengteile sind Feldspat (meist Orthoklas), Quarz und Glimmer (Biotit, Muskovit, Fuchsit). Der Feldspatgehalt liegt meist über 20%. Als Nebengemengteile können Cordierit, Disthen, Granat, Epidot, Hornblende, Sillimanit, Staurolith u.a.m. auftreten. Der Mineralbestand und die Nebengemengteile können ein Hinweis auf die Entstehung sein.

Es werden unterschieden: Orthogneis, entstanden aus magmatischem Ausgangsgestein und Paragneis, entstanden aus sedimentärem Ausgangsgestein

Farbe: grau, grüngrau, rotgrau, rotbraun.

Was sind die technischen Werte* des Gneis?

Druckfestigkeit 160 – 280 N/mm²
Biegezugfestigkeit
Wasseraufnahme 0,1 – 0,6 Gew.-%
Rohdichte 2,6 – 3,0 g/cm³
Schleifabnutzung 4 – 10 cm³/50cm²

* Die genannten “Technischen Werte” sind nach Angaben der DIN 52 100 und anderen Quellen zusammengestellt und geben die Spannweiten mechanischer Parameter für das Gestein wieder.

Besonderheiten: Bei grauen, biotitreichen Paragneisen besteht Verfärbungsgefahr.

Deutsche Vorkommen: Erzgebirge, Fichtelgebirge, Schwarzwald.

Ausländische Sorten (Auswahl): Juparana Classico (Brasilien); Viscont White, Santa Rosa (Indien); Sarizzo, Verde Argento, Verde Spluga (Italien); Masi, Steigen Pink (Norwegen); Vanga (Schweden); Andeer, Bodio, Calanca [Bündner Gneis], Castione, Maggia (Schweiz).

Verwendung: Bodenbeläge, Wandbekleidungen, Pflastersteine.