Was ist das Schuppenbogenpflaster?

Schuppenbogenpflaster wirkt durch die Wiederholung der Schuppen in sich bereits dekorativ. Diese Verlegungsart ist ein Ornamentpflaster, das sich für Terrassen eignet, auch in Kombination mit anderen Pflasterarten.

Das zugrundeliegende Konstruktionselement ist der Halbkreis. Die Form der Schuppen ergibt sich dadurch, das mutig auf zwei Bleichgroße, nebeneinanderliegende Halbkreise ein weiterer Halbkreis mit gleichem Radius gesetzt wird. Die Schuppen werden in Bögen ausgepflastert. Wie beim Segmentpflaster ist die Bogenbreite abhängig von der Breite der Terrasse, des Weges oder Platzes und der Steingröße. Grundsätzlich sind Klein und Mosaiksteine am besten geeignet. Großsteine sind viel zu unhandlich und großformatig und widerstreben der feinen Art des Musters. Es gilt je größer der Pflasterstein, um so breiter der Bogen. Schuppenpflaster ist in der Verarbeitung aufwendig und verlangt viel Vorarbeit. Es muss nicht nur die Richtung der Schuppen bestimmt werden, sondern auch die Anzahl der vollen Schuppen, der Ansatzpunkt des Musters, das heißt, ob von der Mitte oder von der Basislinie begonnen wird. Einen Teil oder verkürzte Schuppen am Rande der Fläche anzuschließen, ist nicht sinnvoll.

Die Einteilung der Fläche muss deshalb vor Beginn der Arbeit festliegen. Die Schmuckwirkung kann noch gesteigert werden durch die Verwendung von unterschiedlichen Farben, etwa beim sogenannten Linienmuster, wo die äußere Steinreihe der Schuppen in einer anderen Farbe verlegt wird.

Für das Ansetzen des Mosaikpflasters in Schuppenform sollte eine Lehre ( Schablone aus Holz ) benutzt werden.
Die einzelnen Bögen werden immer auf dem Scheitelpunkt des vorhergehenden begonnen, dadurch entsteht die fächerförmige Musterung.